Der Braunkohlebergbau in der Niederlausitz hat zahlreiche Restlöcher hinterlassen, die zurzeit geflutet werden. Einige der größten durch die Flutung entstehenden Bergbaufolgeseen sollen auch wasserwirtschaftlich als Speicher genutzt werden und damit zur Stabilisierung des Wasserhaushaltes in der wasserarmen Niederlausitz beitragen.
Ziel der Untersuchungen ist die Prognose des Gebietswasserhaushaltes für den Zustand nach Abschluss der bergbaulichen Flutung und Sanierung. Dabei geht es um die Frage, ob sich nach der Flutung ein ausgeglichener, sich selbst regulierender Wasserhaushalt einstellen wird und welche Rolle darin die neuen Seen spielen werden. Zur Beantwortung dieser Frage wurden für mittlerweile drei Sanierungsgebiete mit einer Gesamtfläche von ca. 1.200 km2 Wasserhaushaltsmodelle aufgebaut, in die die bis zu 9 km2 großen Seen als Speicher berücksichtigt werden. Mit Hilfe dieser Modelle wurden Variantenuntersuchungen mit unterschiedlichen Annahmen zur Bewirtschaftung der Seen durchgeführt. Die meisten der untersuchten Seen haben eine ausgeglichene Wasserbilanz und wirken somit bei Vorflutanbindung Abfluss ausgleichend auf die Fließgewässer.