In vielen Regionen wird sich der Klimawandel zunehmend auf die vorherrschenden Niederschlagsmuster auswirken. Die Häufigkeit extremer Regenereignisse und die Intensität der Niederschläge nimmt zu. Dadurch werden Entwässerungssysteme und Kläranlagen zunehmend belastet. Eine Möglichkeit der effizienteren Ausnutzung vorhandener Rohrleitungskapazitäten ist die Echtzeitüberwachung der Wasserströme auf Grundlage detaillierter Niederschlagsvorhersagen mit Hilfe von Wetterradaranlagen.
Warn- und Vorhersagesysteme sind wichtige und notwendige Werkzeuge für Behörden und Betreiber, die eine Vorausplanung und das Finden der richtigen Entscheidungen ermöglichen. Präzise Vorhersagen sind jedoch nur möglich, wenn ausreichend Daten vorhanden sind. Herkömmliche Niederschlagsmesser liefern diese mit oftmals mangelhaftem Raumbezug. Wetterradarsysteme liefern hingegen für Vorhersagesysteme erforderliche Daten mit deutlich höherem räumlichen Detailierungsgrad. Die Verwendung herkömmlicher Marineradarsysteme mit speziellen Algorithmen zur Erfassung von Wetterdaten ist weitaus kostengünstiger als der Einsatz konventioneller Wetterradarsysteme. Derartige als lokaler Niederschlagsradar (LAWR, Local Area Weather Radar) bezeichnete Systeme sind bereits in vielen Städten weltweit installiert. Radarvorhersagen lassen sich für die Prognose des Zulaufs in die Entwässerungssysteme nutzen. Das Wetterradar ermöglicht den Betreibern von Kläranlagen die vorausschauende Planung und das rechtzeitige treffen von Maßnahmen.
DHI-Radarsysteme umfassen die gesamte für Erhalt, Kalibrierung, Speicherung und Verwaltung hochauflösender Niederschlagsdaten erforderliche Hard- und Software sowie die dazu gehörigen Prognosesysteme.